Ein fünfzehnseitiges Dokument beantwortet die Frage, die Wirtschaftsakteure immer wieder stellen
Am 28. Juli 2026 hat die GD GROW der Kommission "Digital Batteries Passport — data points by category, Version 1.0" veröffentlicht — das erste offizielle Dokument, das Datenpunkt für Datenpunkt und je Batteriekategorie festhält, ob eine Angabe verpflichtend, optional, nur in bestimmten Fällen anwendbar oder nicht auszufüllen ist, mit Stand Februar 2027. Bislang ließ sich diese Frage nur beantworten, indem man Anhang VI und Anhang XIII der Batterieverordnung nebeneinanderlegte und Ermessensentscheidungen traf. Jetzt trägt jeder nummerierte Datenpunkt seine Rechtsgrundlage — Artikel 77 Absatz 3, Anhang VI Teil A, Anhang XIII — und einen Status je Kategorie für EV-, LMT- und Industriebatterien.
Wer als Importeur, Bevollmächtigter oder Hersteller eigene Pässe ausstellt, hält damit das bislang Verbindlichste in Händen, was einer offiziellen Checkliste dessen entspricht, was ein Pass am 18. Februar 2027 tatsächlich enthalten muss.
Was das Dokument klärt
Manche Einträge bestätigen, was eine sorgfältige Lektüre der Verordnung bereits nahelegte: Die Batteriechemie ist für alle drei Kategorien verpflichtend, ebenso die Rezyklatanteile von Kobalt, Lithium und Nickel nach Anhang XIII Nummer 1 Buchstabe e, gefährliche Stoffe jenseits von Quecksilber, Cadmium und Blei sowie der Kern der Identitätsangaben — Hersteller, Kategorie, Gewicht, Status. Andere Einträge lösen echte Zweifelsfragen: Mehrere Leistungs- und Haltbarkeitspunkte sind für EV- und LMT-Batterien verpflichtend, für Industriebatterien aber nur in bestimmten Fällen anwendbar, und eine gewerbliche Garantiedauer ist nur dort anzugeben, wo überhaupt eine gewerbliche Garantie besteht.
Die zwei Einträge, mit denen kaum jemand rechnet
Erstens: Die detaillierte Materialzusammensetzung ist als nicht auszufüllen und nicht anzuzeigen markiert — für alle drei Kategorien.
Zweitens: Die CO₂-Fußabdruck-Erklärung ist mit Stand Februar 2027 als nicht auszufüllen markiert; das Format sei "noch im kommenden Durchführungsrechtsakt festzulegen". Um klar zu sagen, was das bedeutet und was nicht: Die Pflicht zum CO₂-Fußabdruck selbst verschwindet nicht, und die Datenerhebung dahinter — Methodik, Lebenszyklusphasen, Verifizierung — bleibt der Posten mit der längsten Vorlaufzeit in jedem Batteriepass-Programm. Was noch nicht existiert, ist das Erklärungsformat. Wer "CF-Erklärungsformat finalisieren" auf dem kritischen Pfad zum Start stehen hat, dem hat die Kommission soeben mitgeteilt: Dieses Häkchen kann derzeit niemand setzen.
Was das Dokument nicht klärt
Es ist eine Leitlinie, kein delegierter Rechtsakt, und es sagt selbst, dass es weiterentwickelt werden kann — einschließlich Definitionen, Maßeinheiten und Formaten. Und es ist nicht der semantische Katalog: Die Registrierung von Batteriepässen im EU-Register bleibt unmöglich, weil dieser Katalog weiterhin nicht definiert ist — der User Guide des Registers (v1.01, 28. Juli) sagt das ausdrücklich. Unser Rat bleibt unverändert: Die Verifizierung als Wirtschaftsakteur jetzt abschließen; die Registrierung folgt, sobald der Katalog vorliegt.
Was wir daraus gemacht haben
Wir haben unsere Felddurchsetzung gegen die Matrix geprüft, Kategorie für Kategorie, Datenpunkt für Datenpunkt. Stand heute: Die Batteriechemie ist in allen drei Kategorien ein Pflichtfeld, das Garantiefeld blockiert keine Pässe mehr, wenn keine gewerbliche Garantie besteht, und die CO₂-Fußabdruck-Felder bleiben vollständig erfassbar, blockieren die Aktivierung aber nicht mehr — im Einklang mit der Matrix statt mit unserer eigenen besten Vermutung. Genau darin liegt der Sinn einer Compliance-Plattform: Wenn die Kommission sich bewegt, bewegen sich die Regeln, an denen Sie gemessen werden, mit — ohne ein Projekt auf Ihrer Seite.
Wenn Sie sehen möchten, wo Ihre Pässe gegenüber der Matrix stehen, Kategorie für Kategorie, zeigt es Ihnen die Plattform Feld für Feld.
Was sich in der EU-Batterie- und Produktpass-Regulierung geändert hat, was das für Betreiber bedeutet und welche Termine bevorstehen.
Machen Sie den nächsten Schritt
Bereit, bis zum 18. Februar 2027 konform zu sein?
EU Digital Passport Processor erstellt, hostet und übermittelt EU Battery Passports für Hersteller und Importeure. Demo-Konten sind auf Anfrage verfügbar.